Methode PSFL nach Bet Hauschild Suter®

PSFL= Psychosomatische Funktionslehre, bedeutet Bewegung mit seelisch- körperlicher Wechselwirkung

Die Methode stützt sich auf Beobachtungen von Säuglingen und Kleinkindern und deren Bewegungsentwicklung. Aufgebaut auf dieser Grundlage soll auch der erwachsene Mensch wieder zu seinem natürlichen Bewegungsmuster finden. Vieles in unserem Erwachsenwerden beeinflusst unsere Haltung und unser Verhalten. Durch physische und psychische Belastungen können Fehlhaltungen entstehen, die Schädigungen des Bewegungsapparates zur Folge haben. Basierend auf natürlichen, funktionellen Bewegungsabläufen, welche in verschiedenen Lagen stattfinden, so zum Beispiel im Liegen, Sitzen, Stehen und Gehen wird die Methode zur Vorbeugung oder auch zur Rehabilitation eingesetzt. Der Klient wird verbal angeleitet. Er hat somit kein Gegenüber, dessen Bewegungen er imitieren kann, was zum Ziel hat, dass die Hirntätigkeit angeregt, die Konzentration gefördert und die Körperwahrnehmung sensibilisiert wird. Eine verbesserte Körperwahrnehmung hilft Fehlhaltungen vorzubeugen oder sie zu korrigieren. Durch eine differenzierte Wahrnehmung des Körpers in der Bewegung werden Empfindungen und Gefühle besser eingeordnet. Der Bewegungsausdruck soll entdeckt und gefördert werden, somit können Verhalten und Reaktionen erkannt und verstanden, eventuell verändert werden. Verständnis und Veränderungen des Selbst vermögen Einfluss zu nehmen auf seelisch- körperliche Dysbalancen und können somit Erkrankungen entgegenwirken.

Bewegungs- und Körperschulung PSFL

In der  Bewegungs- und Körperschulung PSFL wird mit differenzierten Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen gearbeitet. Durch einfache funktionelle Bewegungsabläufe, die verbal angeleitet werden, können die eigenen Bewegungsmuster erkannt und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Durch einen körperlichen Lern- und Entwicklungsprozess sollen Neugier und Freude an der Bewegung entdeckt und gefördert werden. Auf diese Weise werden Fehlhaltungen wahrgenommen und selbstständig korrigiert. Spielerisches Explorieren und Experimentieren mit den eigenen Bewegungen, bewusstes Erspüren derselben gestalten sich wirkungsvoll im ganz persönlichen, beruflichen und sozialen Alltag.

Anwendungsbereiche und Ziel

Bewegungstherapie PSFL

Die Bewegungstherapie versteht sich als Erweiterung und Ergänzung der Bewegungs- und Körperschulung PSFL. Sie dient unter anderem der Weiterentwicklung und der Kreativität zur Mobilisierung der Selbstheilungskräfte. Die Körperwahrnehmung spielt auch bei der Bewegungstherapie eine zentrale Rolle. Ein Bewusstwerden des räumlichen Körperaufbaus von innen, mit seinen Knochen, Muskeln und Sehnen. Durch die Sensibilisierung und das Erleben des eigenen Bewegungsapparats in seinem Gesamttonus fördert sie die Fähigkeit, eine erhöhte Flexibilität für aktuelle Situationen zu erlangen und zu lernen mit Spannungen, Hemmungen und Blockaden variabel umzugehen. Sie lässt Wahlmöglichkeiten entstehen in einem Lernprozess, die dazu auffordern, zwischen den verschiedenen Reaktionsmustern zu wählen, um dadurch Lösungsansätze für sich zu erarbeiten.
Für viele Menschen sind Schmerzen ein ständiger Begleiter. Schmerzen zu haben bedeutet immer eine Einschränkung der Bewegungsfähigkeit, der körperlichen und seelischen Belastbarkeit und stellt in jedem Fall eine Minderung der Lebensqualität dar. Oftmals führen Schmerzen zum sozialen Rückzug. Ursachen für Schmerzen sind äusserst vielfältig. Da wir den Körper nicht von der Seele trennen können, hängen Erfahrungen und Verarbeitung von der individuellen Struktur ab, wie wir das Geschehene bewerten und wie unser Körper darauf reagiert.

Die Bewegungstherapie PSFL kann durch sanfte Körperarbeit (passiv oder aktiv) ersichtlich machen, wo und wodurch belastende Lebensmuster entstanden sind, die sich schlussendlich in Schmerzen oder in anderen physischen und psychischen Störungen zeigen. Sie soll helfen  den Menschen mit seinen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Anteilen als Ganzes zu erfassen.

Anwendungsbereiche und Ziel

Die Bewegungstherapie PSFL kann verschieden eingesetzt werden. Sie kann auf der funktionellen Ebene eine Stabilisierung des Bewegungsapparates bewirken, indem die verbesserte Körperwahrnehmung dazu verhilft, Fehlhaltungen zu erspüren und zu erkennen, um sie selbst zu korrigieren. Den eigenen Körper erleben, mit sich in Beziehung kommen, zu lernen achtsam mit sich umzugehen, sind basale Elemente der Bewegungstherapie PSFL, um die Grenzen des Körpers und die seelisch- körperlichen Zusammenhänge zu verstehen.

Tanztherapie PSFL

Die Tanztherapie PSFL versteht sich als psychotherapeutisches Verfahren, indem der Körper als zentrales Medium des Erlebens, Erinnerns und Handelns steht. Sie fördert die körperliche, seelische, emotionale und soziale Integration des Menschen.
Unsere Persönlichkeit und unser Erscheinungsbild sind geprägt durch die innere Beziehung zu unserem Körper. Diese innere Beziehung bestimmt unser Grundverhalten, unser Körperbewusstsein und auch unsere Körperwahrnehmung. Durch bestimmte Ereignisse in unserem Leben entstehen oftmals seelische und körperliche Blockaden, womit auch die Erlebnisfähigkeit eingeschränkt wird.
Die Tanztherapie ist eine Körperausdruckstherapie, deren Ansatz die individuellen Bewegungsmuster des Klienten in den Vordergrund stellt. Sie besteht nicht aus vorgegebenen Bewegungsabläufen oder Tanzschritten. Vielmehr kann der Klient seinen eigenen körperlichen und emotionalen Impulsen im Tanz Ausdruck verleihen.

Anwendungsbereiche und Ziel

In der Tanztherapie wird ressourcen- und erlebnisorientiert gearbeitet.  Durch die Förderung der Eigenwahrnehmung können Verhalten und Reaktionen erlebbar gemacht werden. Zu erleben, zu erkennen, zu handeln und letztendlich zu verändern sind Möglichkeiten für den Klienten, Eigenverantwortung zu übernehmen und das Gefühl zu haben handlungsfähig zu sein. Selbst etwas zu bewegen. Therapeutische Interventionen finden vor allem auf der Körper-, Bewegungs- und Beziehungsebene statt. Eine anschliessende verbale Reflektion gibt dem Klienten die Möglichkeit sich über das Erlebte zu äussern.

 

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